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Gustav Seitz Catcherkopf um 1963 Tuschpinsel auf Papier 40 x 30 cm |
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Gustav Seitz Catcherkopf um 1963 Tuschpinsel auf Papier 40 x 30 cm |
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Gustav Seitz gilt als einer der bedeutendsten realistischen deutschen Bildhauer der Nachkriegszeit. Der 1906 in Neckarau bei Mannheim geborene Künstler, dessen Frühwerk auf den bildnerischen Errungenschaften von Maillol und Rodin basierte und bis auf wenige Arbeiten durch Kriegseinwirkungen verloren ging, entwickelte nach 1940 seinen unverwechselbaren, an der Natur orientierten plastischen Ausdruck. Seitz, der an den Akademien in West- und Ostberlin lehrte, bevor er sich in Hamburg niederließ, übte auf die nachfolgende Generation von Bildhauern in beiden Teilen Deutschlands einen großen Einfluß aus. Der Documenta-Teilnehmer wurde mit zahlreichen bedeutenden Auszeichnungen geehrt. Das plastische Schaffen von Seitz erfährt seinen Höhepunkt im Spätwerk, das in eine abstrahierte, symbolgeladene Figürlichkeit mündet und kurz vor seinem Tod auf der Biennale in Venedig 1968 umfassend gewürdigt wurde. Einige seiner Hauptwerke: Die Schreitende von 1949 in der Neuen Nationalgalerie Berlin, die Große Marina in der Kunsthalle Bremen oder sein berühmter Geschlagener Catcher von 1963/66 in der Hamburger Kunsthalle. Gustav Seitz ist auch ein herausragender Zeichner. Von der graphisch delikaten Proportionsstudie bis zu bildmäßigen Tuschen, von frühen Aktdarstellungen über die selten gezeigten Portraits und Landschaften seiner Chinareise von 1951 bis zu den Idolen und Catcherstudien seiner letzten Schaffensjahre, geben diese Arbeiten einen Einblick in die immense zeichnerische Begabung des 1969 in Hamburg verstorbenen Künstlers. |
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